Die Produktion der Brauerei in Pedavena wurde am 27. März 1897 eröffnet.
Zwei Jahre zuvor hatten die drei Brüder, Luigi, Sante und Giovanni Luciani, ursprünglich aus Canale d’Agordo (BL), mit dem Bau begonnen und entschieden, genau den Standort Pedavena als idealen Ort für den Bau ihrer Brauerei zu wählen. Neben der Leichtigkeit des Zugangs zu den wichtigsten Kommunikationswegen und der bequemen Bereitstellung von Eis war Pedavena reich an Quellwasser, dessen Eigenschaften dem Bier besondere Vorzüge verleihen konnten.
Das Unternehmen erlebte von Anfang an eine außergewöhnliche Entwicklung dank des großen Unternehmergeistes und erhielt auch mehrere Auszeichnungen für sein Produkt. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und der Niederlage von Caporetto 1917 wurde die bellunese Region von österreichischen Truppen besetzt, die die Fabrik plünderten und in Brand setzten. Die Brüder Luciani standen 1919 vor der Aufgabe, von Grund auf neu zu beginnen, und beschlossen, nicht nur die Fabrik wieder aufzubauen, sondern sie auch zu erweitern und neue Anlagen zu erwerben.
Im Laufe der Zeit führten der Anstieg der Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene und der erhebliche Rückgang der Gewinnmargen zur Veräußertung der Gruppe an einen multinationalen Konzern im Jahr 1975.
Im September 2004, genau 30 Jahre nach der Übernahme, beschloss der multinationale Konzern, das Werk in Pedavena zu schließen. Sofort begannen die Mobilisierungen der Arbeiter und Mitarbeiter gegen den Produktionsstopp mit dem Ziel, die öffentliche Meinung zu sensibilisieren. Dank dieser Reaktionen entschied sich das Unternehmen, das Werk an die Birra Castello Gruppe in Udine zu verkaufen, die es im Januar 2006 übernahm und im darauf folgenden April, fast ein Jahr nach der Schließung, wieder eröffnete.
BESICHTIGUNGEN DER FABRIK UND DES MUSEUMS
Die Fabrik von Pedavena, ihr Sudhaus und das historische Museum,
in dem man die alten Geräte und Ausrüstungen bewundern kann, die einst zur Bierproduktion verwendet wurden, sind ganzjährig nach vorheriger Anmeldung besuchbar.