Im Jahr 1388 gab es eine Kirche, an die 1403 eine Einsiedelei oder Zelle - der spätere Name des Dorfes - angebaut wurde, die von einem Mönch des Benediktinerordens bewohnt wurde, der zur Abtei von Follina gehörte. Angesichts des hohen Alters der kleinen Kirche beschloss man 1553, sie durch ein größeres Gebäude zu ersetzen; der Auftrag wurde an Mistro Nicolò Ruopel "murador de Cargna" vergeben. Die drei von ihm in Comelico errichteten Kirchen sind vom spätgotischen Stil des 16. Jahrhunderts geprägt. Jahrhunderts. Wie auch die Kirche St. Catherine haben alle Gebäude ein einziges Kirchenschiff und eine fünfeckige Apsis, die nach Osten ausgerichtet ist. Im Jahr 1683 wurde ein "porticus pro commoditate populi" hinzugefügt. Die Kirche war reich ausgestattet: Es gab drei geschnitzte und vergoldete Altäre, Engelskandelaber und Gemälde. Die Apsis war mit kostbarem, aus Venedig importiertem Goldleder verkleidet. Im Jahr 1952 begannen unter der Aufsicht der Denkmalschutzbehörde von Venedig Restaurierungsarbeiten, um der Kirche ihre ursprüngliche theoretische Einfachheit zurückzugeben. Bei dieser Gelegenheit wurden in der Apsis einige Fresken aus dem 17. Jahrhundert, die Mistro Piero Fazut zugeschrieben werden, wieder ans Licht gebracht. Außerdem wurde die kleine Sakristei, die sich an die Südseite lehnte, abgerissen.
Wenn man ihn heute besichtigt, kann man noch immer die vergoldeten Lederfragmente, die - wenn auch verblassten - Fresken, die symbolträchtige Verzierung der Schlusssteine und die zoomorphen Kragsteine bewundern. Das vorliegende Altarbild wird dem "mistro Cesero depentor" zugeschrieben, einem Schüler von Tizian Vecellio. In der Mitte ist die Heilige Jungfrau mit dem Kind im Arm dargestellt; der Thron, auf dem sie sitzt, befindet sich am oberen Ende von drei Stufen. Rechts und links befinden sich die Heilige Katharina bzw. die Heilige Justina. Nicht zu vergessen sind die Fresken über der Eingangstür: Sie zeigen die Heilige Katharina und das Wappen von Giovanni Grimani, Patriarch von Aquileia von 1545 bis 1550 und von 1585 bis 1593.